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Fernerkundliche Untersuchung innerstädtischer BahnflächenP.Hostert, A. Damm, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin
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| Die Erfassung und Analyse urbaner
Strukturen mit Fernerkundungsdaten stellt sich als ein modernes, sowie in seiner Bedeutung
zunehmendes Aufgabenfeld im Rahmen der geofernerkundlichen Forschung dar. Dieser Trend
wird nicht zuletzt durch die sich erhöhende Verfügbarkeit geeigneter Fernerkundungsdaten
unterstützt. Zur adäquaten Untersuchung urbaner Strukturen sind deren komplexe und
heterogene Eigenschaften zu berücksichtigen. Hierzu sind innovative Methoden und
Auswertestrategien unerlässlich. ENVI hat sich zur Umsetzung diesbezüglicher
Herangehensweisen als leistungsstarkes Werkzeug dargestellt und bewährt.
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem Südwesten Berlins mit dem im Zentrum des Bildes gelegenen Betriebsbahnhof "Schöneweide". Als Datengrundlage dient eine geokorrigierte, fusionierte QuickBird-Szene vom 29. März 2002. Die Farbdarstellung entspricht der Farbkombination R-G-B : 4-3-2. Die Notwendigkeit der Datenfusion erschließt sich aus dem Vorkommen extrem heterogener Strukturen von Objekten. Durch die Fusion panchromatischer Daten mit hoher geometrischer Auflösung sowie Multispektraldaten kann eine genauere Identifizierung und Differenzierung der Objektstrukturen gewährleistet werden. Die Fusion wurde in ENVI mit einer Hauptkomponententransformation durchgeführt. Der resultierende, multispektrale Datensatz hat eine Pixelgröße von 0,7m und eine spektrale Auflösung von vier Kanälen, vom sichtbaren Blau bis zum nahen Infrarot. Überlagert ist das Satellitenbild mit Vektoren des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystem (ATKIS). Gelb umgrenzte Polygone repräsentieren Bahnflächen, weis umrandete Straßen und durch blaue Vektoren begrenzte Areale sind Wasserflächen. In den Fokus sinnvoll anzuwendender Auswertungsmethoden zur Analyse heterogener, urbaner Räume ist der objektorientierte Ansatz gerückt. Unten stehende Abbildung zeigt das Klassifikationsergebnis einer objektorientierten Analyse. Als Bildhintergrund dient der panchromatische Kanal des satellitengetragenen Sensors QuickBird. Darüber gelagert ist das Klassifikationsergebnis. Eingang in die Klassifikation fanden fusionierte QuickBird-Daten mit einer räumlichen Auflösung von 0,7m sowie ein NDVI-Bild. In Grüntönen dargestellte Flächen stellen verschiedene Sukzessionsstadien von Vegetation dar, Rot- und Gelbtöne repräsentieren Versiegelungsflächen und blaue Flächen entsprechen Gleisanlagen.
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